Metro-Medi-Cup 2007
Metro-Medi-Cup 2007
Sonntag, 20. Mai 2007




22.05.2007 Artikel Frankfurter Neue Presse
Schwedische Siege in der Königsklasse
Von Stefan Fritschi
Frankfurt. Das Startsignal war kaum verstummt, da machten Brit Gottschalk und Sonja Redweik auf unliebsame Weise Bekanntschaft mit dem Main. Gerade 40 Meter hatten die Kanutinnen aus Wiesbaden und Raunheim absolviert, da kenterte ihr Auslegerboot. Nach einer kurzen Erholungs- und Besinnungsphase rafften sich die beiden aber wieder auf und machten sich auf die Verfolgung der 37 anderen Boote von der Friedensbrücke aus in Richtung Offenbacher Schleuse. Nach einer
Stunde, sechs Minuten und 49 Sekunden hatten Gottschalk und Redweik die Zehn-Kilometer-Strecke samt zwei Wenden gemeistert. Es reichte für den ersten Platz – allerdings waren die „MacGyver-Sisters“ (so der Wettkampfname) auch die einzigen Teilnehmer in ihrer Klasse bei der zweiten Auflage des Metropolitan-Mediterranean-Cup.
Der Wettbewerb für Outrigger-Boote „steckt noch in den Kinderschuhen. Wir versuchen, das alles noch ein bisschen größer zu machen“, meinte Michael Fröhlich vom Organisationsteam zu der überschaubaren Teilnehmerzahl. Vor allem gelte es, die internationalen Kontakte zu intensivieren, führte Regine Schneider vom Ausrichter Frankfurter Kanu-Verein (FKV) aus. Das könnte durchaus auch zur Leistungssteigerung beitragen. Denn gleich beide schwedischen Boote der „Königsklasse“, dem Sechser über die Langstrecke, holten sich den Titel. In der offenen Klasse für Frauen und Männer erreichte die skandinavische „Na Kaukena“ nach 21 Kilometern und sechs Wenden in 1:41:48 Stunden das Ziel an der Friedensbrücke, die Frauen („Na Kaukena Wahine“) benötigten 2:02:28. Die vielen Wenden kamen diesmal zustande, da mainabwärts bereits am Westhafen gedreht wurde und nicht erst an der Griesheimer Staustufe. Zur Kursänderung kam es, da die
„Paddler mehr das Flair der Innenstadt genießen konnten“, sagte Fröhlich.
Das Frankfurter Paradeboot, die „Oronui“, belegte in der offenen Klasse mit Ulrike Pagenkopf, Sophia Solkidou, Gernot Willscheid, Jerome Friedrich, Alec Montalbetti und Malik Aibache in 1:45:35 den zweiten Platz. Einen Heimsieg gab es für FKV-Kanute Steffen Klawitter über die Mittelstrecke.
Im Sprint über 500 Meter nahm dann die „Oronui“ Revanche im Finalrennen gegen die favorisierten Schweden. Bei den Frauen siegte das ausschließlich aus FKV-Kanutinnen bestehende Team „MainKai-Piranjas“. Auch Boris Brabänder vom FKV und das Zweier-„Oronui“ waren auf dem Main nicht zu schlagen.



